Am Samstag, den 19. Juli, besuchten wir, die Solidaritäts-AG des Hebel-Gymnasiums, gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus der VKL-Klassen des Hebel-Gymnasiums und Kindern, welche wir über das Integrationsbüro Ketsch erreicht haben, in einer Gruppe von 34 Personen den Kurpfalz-Park in Wachenheim.
Die Highlights des Ausflugs waren für viele schnell gefunden – neben rasanten Rutschen, einem Kettenkarussell und jeder Menge Pommes und Kuchen sorgten vor allem die beeindruckende Greifvogelshow und die Sommerrodelbahn für Begeisterung.
Als der Falkner zwei Leute aus unserer Gruppe auswählte, um einen Vogel zu halten, Vadym auf seiner Hand, Esli auf ihrem Kopf, da war die Freude aller groß!
Doch auch ruhigere Momente kamen nicht zu kurz: Beim Beobachten der Tiere oder interessanten Gesprächen zeigte sich, dass sich trotz sprachlicher Unterschiede, verschiedenen Schicksalen und auch Altersunterschieden schnell ein Gemeinschaftsgefühl entwickelte. Es war spürbar, wie aufmerksam und respektvoll alle miteinander umgingen – selbst wenn sich viele zum ersten Mal begegneten.
Am späten Nachmittag endete der ereignisreiche Tag dann, pünktlich wartete der Bus auf uns zur Rückfahrt. Die Stimmung war glücklich und zufrieden, wenn auch etwas müde – schließlich hatten die vielen Eindrücke und Aktivitäten Groß und Klein einiges an Energie gekostet, so dass der eine oder die andere auch mal die Augen schloss.
Ein rundum gelungener Tag also. Diesen verdanken wir dem Rotary Club Schwetzingen-Kurpfalz, welcher die Soli-AG mit einer großzügigen Spende bei diesem Vorhaben unterstützte und somit den lang ersehnten Ausflug erst möglich machte.
Dies war für mich und viele andere AG-Teilnehmenden die letzte Aktion mit der Soli-AG als Schüler:in am Hebel-Gymnasiums, da viele von uns dieses Jahr ihr Abitur gemacht haben.
An dieser Stelle möchte ich betonen, wie bereichernd die Aktivitäten der Soli-AG in den vergangenen Jahren für alle Beteiligten waren – sowohl für die Menschen, denen wir begegnet sind, als auch für uns als Schüler:innen.
Durch die AG hatte ich die Gelegenheit, Menschen kennenzulernen, deren Leben sich stark von meinem unterschieden. Dennoch war der Umgang – trotz häufiger Sprachbarrieren – immer von gegenseitigem Respekt und echtem Verständnis geprägt. Diese Begegnungen haben mich persönlich sehr geprägt und mir gezeigt, wie wertvoll solche Erfahrungen sind – unabhängig von Herkunft, Sprache oder Lebensgeschichte.
Sie haben mich bestärkt, mich auch in Zukunft sozial zu engagieren. Ich hoffe, dass solche Begegnungen, mit Blick auf die aktuelle politische Entwicklung, weiterhin möglich bleiben – für zukünftige Mitglieder der Soli-AG und für uns alle als Gesellschaft.
Lina-Sophie Hoberg

