Am Hebel-Gymnasium Schwetzingen sind 26 Schülerinnen und Schüler mit dem Silber-Award und zwei weitere mit dem Bronze-Award des Duke of Edinburgh’s International Award ausgezeichnet worden.
Bei der feierlichen Verleihung würdigten Oberbürgermeister Matthias Steffan, Schulleiter Stefan Ade und Youth Ambassador 2026 Fiona Wilke das besondere Engagement der Jugendlichen.
Schwetzingen. Persönliche Ziele setzen, über Monate hinweg dranbleiben, Verantwortung übernehmen und am Ende gemeinsam eine anspruchsvolle Expedition meistern: Was nach einer großen Herausforderung klingt, haben zahlreiche Schülerinnen und Schüler des Hebel-Gymnasiums erfolgreich geschafft. In einer Feierstunde wurden nun 26 Jugendliche mit dem Silber-Award des Duke of Edinburgh’s International Award geehrt. Zwei weitere Schülerinnen erhielten den Bronze-Award. Damit zeigte sich einmal mehr, dass Lernen weit über den Unterricht hinausreichen kann.
Der international anerkannte Duke Award begleitet junge Menschen dabei, eigene Stärken zu entdecken und weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen nicht Noten oder Wettbewerbe, sondern Eigeninitiative, Durchhaltevermögen und soziales Handeln. Die Teilnehmenden wählen Aktivitäten in den Bereichen Engagement, Fitness und Talent, setzen sich konkrete Ziele und dokumentieren ihre Fortschritte. Hinzu kommt eine Expedition, bei der Teamgeist, Planung und Belastbarkeit gefragt sind.
Für die Silber-Stufe bedeutete das am Hebel-Gymnasium ein ganzes Jahr kontinuierlichen Einsatz. Die Jugendlichen engagierten sich unter anderem sozial, trainierten sportlich oder entwickelten persönliche Fähigkeiten weiter. Einige übten schwierige Musikstücke ein, andere lernten kochen, verbesserten ihre Ausdauer, trainierten Kickboxen, halfen im Sportverein oder gaben Nachhilfe. Den Abschluss bildete eine dreitägige Zeltexpedition mit einer rund 50 Kilometer langen Wanderung – eine Erfahrung, die vielen Teilnehmenden noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.
Oberbürgermeister Matthias Steffan gratulierte den Ausgezeichneten und hob die Bedeutung ihres Einsatzes hervor. Er zeigte sich stolz auf junge Menschen, die nicht nur an sich selbst dächten, sondern bereit seien, Verantwortung zu übernehmen und sich für andere einzubringen. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht selbstverständlich sei, sende dieses Engagement ein starkes Signal weit über die Schule hinaus.
Auch Schulleiter Stefan Ade würdigte die Leistung der Jugendlichen. Sie hätten in unterschiedlichen Bereichen Verantwortung übernommen, Neues ausprobiert und seien dabei über sich selbst hinausgewachsen. Der Duke Award passe damit gut zum pädagogischen Anspruch des Hebel-Gymnasiums: Schülerinnen und Schüler sollen nicht nur Wissen erwerben, sondern auch Selbstvertrauen, Ausdauer, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein entwickeln.
Eine besondere Perspektive brachte Fiona Wilke ein. Die Hebel-Schülerin ist Youth Ambassador 2026 und damit eine von jungen Botschafterinnen und Botschaftern, die den Duke Award in Deutschland vertreten. In ihrem Grußwort machte sie deutlich, wie sehr das Programm den Blick auf die eigenen Möglichkeiten verändern kann. Der Award öffne Türen, ermutige zum Dranbleiben und zeige, dass junge Menschen oft mehr schaffen, als sie sich zunächst zutrauen.
Initiiert und organisiert wird der Duke Award am Hebel-Gymnasium von Daniel Zischka und dem Award-Team der Schule. In den vergangenen zwei Jahren hat sich das Programm dort sichtbar entwickelt; die Zahl der Teilnehmenden wächst. Unterstützt werden die Jugendlichen von Gutachterinnen und Gutachtern, Mentorinnen und Mentoren sowie Partnern aus dem schulischen und außerschulischen Umfeld. Dadurch entstehen Lernräume, in denen persönliche Entwicklung praktisch erfahrbar wird.
Die Verleihung machte deutlich, dass Auszeichnungen wie der Duke Award mehr sind als Urkunden und Abzeichen. Sie stehen für Monate der Verlässlichkeit, für kleine Fortschritte, für Rückschläge und neue Anläufe – und für die Erfahrung, gemeinsam Ziele erreichen zu können. Für die 26 Silber-Preisträgerinnen und -Preisträger sowie die beiden Bronze-Geehrten war die Feier deshalb nicht nur ein Abschluss, sondern auch ein sichtbares Zeichen dafür, was Engagement, Mut und Ausdauer bewirken können.
Daniel Zischka
