20.09.26

Forschen und Tüfteln in den Ferien: Bei der Science Academy sind 77 Schüler mit Begeisterung dabei

Manchmal möchte man ja jemanden „auf den Mond schießen“. Aber warum nicht gleich auf den Mars? Das ist in der konkreten Umsetzung jedoch sehr kompliziert: Welche Bahn muss die Rakete fliegen, reicht der Treibstoff, wie widmen wir uns gegen die Kälte und wo kommt das Essen und Trinken her?

Die Planung einer Mars-Expedition war eins von sechs Angeboten der Science Academy in Adelsheim. Die Akademie ist ein außergewöhnliches Ferienangebot für besonders begabte Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9. In sechs verschiedenen Kursen arbeiten dort 77 Jugendliche zusammen, die aufgrund herausragender Leistungen und Motivation von ihren jeweiligen Schulen aus ganz Baden-Württemberg vorgeschlagen wurden. Sie durften sich für einen Kurs ihrer Wahl bewerben – und wenn sie angenommen wurden, tüftelten sie zwei Ferienwochen lang mit Begeisterung an wissenschaftlichen Problemen, die weit über den normalen Schulstoff hinausgehen.  

Aus Schwetzingen waren Katharina Osberghaus vom Hebel-Gymnasium und Brandon de Fazio vom Privatgymnasium dabei. Auch in diesem Sommer hatten  engagierte Kursleiter wieder reizvolle Themen angeboten. So beschäftigten sich die Teenager beispielsweise der Physik der Musik: Wie kommen Töne zustande und warum klingen manche schön? Die Genetiker überprüften mit ihren DNA-Analysen, ob in den verschiedenen Honigsorten wirklich das drin ist, was auf dem Etikett steht. Im Philosophie/Theater-Kurs ging es am Beispiel des Dramas „Der Revisor“ von Nicolai Gogol um die Beinflussbarkeit des Menschen. 

Katharina hatte den Magnetismus-Kurs gewählt: Die Teilnehmer machten das Unsichtbare (die Magnetwellen) sichtbar – und zwar dreidimensional. „Am besten fand ich das gemeinsame Arbeiten an einem Ziel. Dadurch sind wir sehr zusammengewachsen" schwärmt die Hebel-Schülerin. „Es war schön, zusammen zu lernen und Spaß zu haben.“ Brandon war in dem Astronomie-Kurs an der Planung der Mars-Expedition beteiligt. Auch er schätzte „die Gemeinschaft und die Gruppenatmosphäre“.

Neben der Kursarbeit gab es in der Freizeit viele Angebote, Sport, Musik oder neue Hobbys auszuprobieren. „Insgesamt gab es eine sehr schöne Mischung, bei der immer etwas Spannendes dabei war“, freut sich Katharina. Und beide Schwetzinger Schüler waren von den beiden abendlichen Feiern begeistert. „Hier habe ich bemerkt, wie viel mir alle bedeuten. Ich habe mich sehr aufgehoben gefühlt“, meint Katharina und Brandon denkt gerne an „das gemeinsame Tanzen mit den Teilnehmern“ zurück.

Birgit Schillinger

Brandon de Fazio und Katharina Osberghaus vertraten die Schwetzinger Gymnasien bei der Science Academy.
Brandon de Fazio und Katharina Osberghaus vertraten die Schwetzinger Gymnasien bei der Science Academy.