Die intensive Zusammenarbeit des Hebel-Gymnasiums mit dem Frauencafé besteht nun schon im zweiten Jahr. Schülerinnen, die gerade eine Mentoren-Ausbildung absolvieren oder in der Soli-AG aktiv sind, betreuen dort Flüchtlingskinder, während die Mütter im Deutsch-Unterricht sitzen oder sich im Frauencafé austauschen. Momentan hospitieren sechs Hebel-Schülerinnen und kümmern sich um acht bis 30 Kinder, die dann in zwei Gruppen ja nach Alter aufgeteilt werden.
Durch diesen Kontakt hatte die Organisatorin des Weihnachtsgottesdienstes, Religionslehrerin Silke Schnepf, die Idee, die Kollekte dem Frauencafé zukommen zu lassen. Religionslehrer Bernhard Woodley hatte erstmals zusammen mit Silke Schnepf die Regie für den ökumenischen Gottesdienst übernommen. Schulleiter Stefan Ade freute sich, dass „wie immer eine Einrichtung vor Ort“ gefördert wird. „Damit ist auch die Hoffnung auf einen Impuls verknüpft, nämlich dass die Institution des Frauencafés bekannter und geschätzt wird.“
Auch andere Aktionen gehören zur Kooperation: Bei zwei Sport-, Spiel- und Bastelnachmittagen, die von der Soli-AG am Hebel-Gymnasium organisiert wurden, hatten die Flüchtlingskinder ihren Spaß. Highlight war letztes Jahr ein Ausflug gemeinsam mit den Erasmus-Gästen ins Speyerer „Sea Life“. „Davon schwärmen die Kinder noch heute“, erklärt Susanne Störmer, Leiterin des Frauencafés. Sie bedankte sich für die 335 Euro, die direkt den Flüchtlingskindern bei Aktionen und Ausflügen zugutekommen werden. „Ein Teil der Spende könnte beispielsweise in die nächste Veranstaltung fließen: Es steht bald eine Faschingsparty an!“
(Birgit Schillinger)
