20.01.23

Sammeln für die Tafel

Am Samstag, den 14.1.23 haben wir als Soli-AG erneut eine Sammelaktion für die Schwetzinger Tafel „Appel und Ei“ veranstaltet, was schon zu einer Art Tradition geworden ist, die wir auch gerne weiterführen möchten. Insgesamt 17 Schüler*innen standen dieses Mal vor 5 Schwetzinger Supermärkten, um Lebensmittel-, Sach- und auch Geldspenden von den Einkäufern entgegenzunehmen.

Die Tafeln in Deutschland geraten immer mehr in Knappheit, da es durch den Ukraine-Krieg, die Pandemie und die damit verbundene Inflation immer mehr Menschen gibt, die auf Tafel-Läden angewiesen sind. Insgesamt rund 2 Millionen Menschen leben in Deutschland am Existenzminimum und auch in Schwetzingen kaufen mehr Menschen bei der Tafel ein als noch vor der Covid- und Ukraine-Krise. Wir Schüler standen ca. 2 ½ Stunden vor den Supermärkten und konnten insgesamt 23 Einkaufswägen voller Waren sammeln, zusätzlich zu 700 Euro Geldspenden. Im Voraus waren wir davon ausgegangen, nicht so viele Spenden zu erhalten wie im Vorjahr, da die Inflation schließlich allen Einkaufenden zu schaffen macht, wir wurden aber vom Gegenteil überrascht: Sogar mehr Sach- und Geldspenden haben wir eingenommen, womit wir wirklich nicht gerechnet hätten. Der Lieferwagen von der Tafel, der unsere Spenden abgeholt hat, musste sogar umkehren, abladen und erneut wieder kommen, da wir solch eine große Menge an Spenden erhalten haben. Aber nicht nur die Menge an Spenden, sondern vor allem auch die Begeisterung der Spendenden ist uns im Gedächtnis geblieben. Besondern schön fanden wir die Spende einer Rentnerin, die sogar extra nochmal zurückkam, um 8 Paar selbstgestrickter Socken abzugeben. Oder aber auch viele junge Mütter, die extra Windeln sowie Babynahrung einkauften und sich bedankten, dass ihnen die Möglichkeit gegeben wurde, andere Mütter so zu unterstützen. Dankbarkeit zeigte ebenfalls besonders ein Mann, welcher selbst auf die Tafel angewiesen ist und sich über die Aktion sehr gefreut hat. Durch solche Erfahrungen wird man in seinen Taten bestärkt und hilft auch gerne mit. Im Endeffektwar die Sammelaktion für uns ein sehr positives Erlebnis, da wir auf viele freundliche und mitfühlende Leute gestoßen sind. In der Kälte wurden wir auch mit warmen Getränken und Essen versorgt. Insgesamt finden wir es wirklich erstaunlich, wie viele Spenden man an nur einem Vormittag zusammenbekommen kann. Es war sehr schön, zu sehen, wie viele Menschen sich gefreut haben, spenden und damit helfen zu können. Dafür danken wir den hilfsbereiten Menschen von Herzen.

Charlotte Conrad

Juliane Stecker und Gregor Fellenberg sammeln vor einem Supermarkt Spenden für die Tafel – insgesamt füllten sich 23 Einkaufswagen mit gespendeten Waren
Juliane Stecker und Gregor Fellenberg sammeln vor einem Supermarkt Spenden für die Tafel – insgesamt füllten sich 23 Einkaufswagen mit gespendeten Waren