„Stellt euch vor, ihr kommt nach Hause und keiner fragt nach, wie der Tag war, weil sich niemand für euch interessiert!“ Anschaulich schilderte Sozialarbeiter Markus Unterländer, wie es Kindern gehen kann, deren Zuhause Vernachlässigung, Hass oder Gewalt bedeutet. Diese Jugendlichen möchten oft nicht nach Hause. Und damit sie nicht obdachlos auf der Straße bleiben – und womöglich ihren Körper verkaufen, um an Geld zu kommen - , bietet das Mannheimer Projekt „Freezone“ seit 1997 ihnen Hilfe an: Sie bekommen dort etwas zu essen, können duschen und Wäsche waschen. Zum Übernachten stehen sechs Notschlafplätze für junge Volljährige zur Verfügung.

Gar nicht so einfach: Bei der Aufforderung „Weitergehen“ sollen die Schüler stehenbleiben, und wenn es „Stop“ heißt, sollen sie weitergehen. Später wurden noch die Bedeutungen von vier weiteren Befehlen vertauscht. Beispielsweise bedeutet „Springen“ nun „In-die-Hocke“ und umgekehrt. Die Aufwärmübung für das theaterpädagogische Modul erforderte bereits höchste Konzentration. Zuhören und Umdenken war gefragt.
Auch in diesem Jahr bildeten sich bei der Anmeldung der neuen Fünftklässer oft lange Schlangen vor dem Sekretariat des Hebelgymnasiums. Um die Wartezeit für die Eltern angenehmer zu gestalten, wurde an den beiden Anmeldetagen wieder Kaffee und Kuchen angeboten. Erstmals wurde dieses "Café" ausschließlich von den Eltern der derzeitigen fünften Klassen ausgerichtet. So konnten neben dem Verkauf von kulinarischen Leckereien etliche interessante Gespräche geführt werden, die so manche Unsicherheit bei den zukünftigen Hebel-Eltern ausgeräumt haben.

Was ist wichtiger: Inspiration oder Transpiration? Dieser Frage gingen einige Schülerinnen der Zirkus-AG zusammen mit ihrer Lehrerin Iunia Ionescu am Samstag, den 20. Mai, beim außerunterrichtlichen Besuch des Mehrgenerationenzirkus Prisma auf den Grund.

„Was in euren Köpfen ist, soll auf ´s Papier“, meint der 29jährige Poetry-Slammer Stefan Dörsing zu den Schülerinnen und Schülern, die an einem Freitagnachmittag in die Schülerbibliothek des Hebel-Gymnasiums gekommen sind. Der freie Künstler ist auf Einladung der Schulbibliothekarin Veronika Lippolt aus dem hessischen Wetzlar angereist, um mit den Schülerinnen und Schülern in einem Workshop auszuprobieren, was es heißt, Texte für einen Poetry-Slam zu produzieren.

Prof. Christoph Türcke hat mit seinem Buch „Lehrerdämmerung“ viel Aufsehen erregt. Ebenso heftig diskutiert wurde sein Vortrag, den er im Hebel-Gymnasium auf Einladung der Schulleitung, des Freundeskreises und des Elternbeirates hielt. Dr. Thomas Bartsch, Vorsitzender des Freundeskreises, begrüßte die zahlreichen Besucher und leitete mit einer anschaulichen und unterhaltsamen Geschichte aus seiner Studienzeit zu Prof. Türcke über.

Wie in den letzten Jahren zählt auch dieses Schuljahr das Hebel-Gymnasium wieder zu den vier besten baden-württembergischen Gymnasien beim Landeswettbewerb Mathematik. Die Preisverleihung fand in Tuttlingen statt, wo erneut die Firma Aesculap zur feierlichen Siegerehrung eingeladen hatte. Dort erwartete die Schüler ein informativer Nachmittag mit dem Highlight, einem Vortrag von Prof. Robert Denk aus Konstanz: „Wie viel Mathe steckt im Handy?“

1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum „Welttag des Buches“, dem weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte von Autoren. In Deutschland erhalten seit 1996 jährlich Schülerinnen und Schüler der 4. und 5. Klassen ein Buch der Reihe „Ich schenk dir eine Geschichte“ von ihrer örtlichen Buchhandlung. Über eine Million Bücher werden 2017 verschenkt, um Lust auf Lesen zu machen.

„Oh Gott, oh Gott!“
„Ich bin nicht Gott, sondern nur der Peter.“
Diese Antwort musste man Peter Böhme wohl schon glauben, trotzdem fiel es manchmal schwer, als Teilnehmer seiner Fortbildung auf den Ausruf ganz zu verzichten. Doch nichts ist schöner als wenn man es schafft, über den eigenen Schatten zu springen. Das ging dem Schüler und den Schülerinnen in der Zirkus-AG ganz leicht von der Hand, als ob sie nie etwas anderes gewohnt gewesen wären - ob als akrobatische Skorpione, unbekannte Flugobjekte, Pyramidenblöcke oder zarte Spitze im Wind frei nach der Anleitung: „Man braucht kleine Mutige und große Kräftige. Bist Du klein und mutig?“

Der Freundeskreis des Hebel-Gymnasiums ist weiterhin erfolgreich – Tendenz steigend: Mit 109 Mitgliedern startete er im Jahre 2000, inzwischen ist er bei der Rekordzahl von 377 angekommen. Der Freundeskreis ist eine wichtige Institution, denn er unterstützt viele Aktivitäten der Schule finanziell und organisiert Veranstaltungen wie beispielsweise Hebel-Treffs.

Das Universum als Rosinenbrötchen – Dieses Bild bleibt sicher allen Gästen im Gedächtnis. Dr. Thomas Bührke veranschaulichte das sich ausdehnende Weltall durch ein aufgehendes Hefeteigbrötchen: Die Abstände zwischen allen Rosinen werden größer, unabhängig vom Standort der Rosine. So dehnt sich das Weltall aus, egal von welchem Ort aus die Expansion betrachtet wird.

Im laufenden Schuljahr absolvieren 24 Neunt-und Zehntklässler am Hebel-Gymnasium ihre Ausbildung zum Schülermentor. Das zweite Ausbildungsseminar mit den Ausbilderinnen unseres Kooperationspartners, der Evangelischen Schülerarbeit der Badischen Landeskirche, Maike Neuhoff und Silke Kilian sowie der Mentorenlehrkraft Hanna Schwichtenberg schließt den theoretischen Teil der Qualifizierung ab. Wie beim ersten Ausbildungsseminar im Herbst waren die Mentoren beim Frühjahrsseminar erneut Gäste im benachbarten Melanchthonhaus.